Heilmittel seit fast 100 Jahren - Am 01.08.10 Tag der offenen Tür im Radonstollen Bad Kreuznach

23.07.2010


Sein Stolleneingang ist vom Bad Kreuznacher Kurpark aus gut zu erkennen. Doch viele wissen nicht, was sich dahinter verbirgt:
Der Bad Kreuznacher Radonstollen wird seit fast 100 Jahren als in Deutschland einzigartige The-rapieeinrichtung genutzt. Vor allem Patienten mit chronischen schmerzhaften Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises inhalieren das Gas Radon, das insbesondere schmerzbekämpfende Stoffwech¬selprozesse auslöst.

Am Sonntag, 1. August 2010, von 14.00 bis 17.00, besteht die Gelegenheit, den sonst öffentlich nicht zu¬gänglichen Heilstollen im Kauzenberg sowie die Anwendungsgebiete, die Wirkungsweise und die Geschichte der Radontherapie kennen zu lernen. Ihr Erfinder, der Bad Kreuznacher Apotheker Dr. Karl Aschoff, war der erste, der die neu entdeckte radioaktive Strahlung für Heilzwecke nutzte. Die Erfindung der Radontherapie machte Bad Kreuznach vor dem Ersten Weltkrieg zu einer der ersten Adresse unter den Heilbädern Europas.

Bis heute hat die Radontherapie ihre medizinische Bedeutung - vor allem zur Schmerzlinderung und als Zusatztherapie - behaupten können. Insbesondere Menschen, die an Morbus Bechterew erkrankt sind, schildern die Wirksamkeit der dreiwöchigen Radonkur im Hinblick auf die Abschwächung oder die zeitweilige Befreiung von Schmerzen.

Der medizinische Leiter und Pächter des städtischen Radonstollens, Sanitätsrat Dr. med. Hans Jöckel, eine inter¬national anerkannte Kapazität auf dem Gebiet der Radonanwendungen, wird um 14.00 Uhr die erste Führung durch den Radonstollen anbieten. Danach gibt es permanent etwa 20 minütige Informationen über Geschichte und medizinische Anwendung des Stollens. Man erreicht den Radonstollen ausgehend vom Parkplatz vor dem Bäderhaus über einen Uferweg, auf den die Thermalbadbrücke führt. Die Führungen sind kostenlos.


 

 

zurück