Menschen in der Stadtverwaltung

Gebäudemanager Bernd Frenger (Abteilung Grundstücks- und Gebäudewirtschaft, Bauordnung): Vom Austausch der Glühbirne bis zur Generalsanierung

Sei es in Schulen, Kindergärten, Museen, Bibliothek oder in den Verwaltungen. Keiner kennt so gut den Zustand der rund 250 städtischen Gebäude wie Bernd Frenger und sein Kollege Hermann Spieß. Vom Austausch der Glühbirne bis hin zur Generalsanierung. Alles wird über das Büro der beiden Gebäudemanager der Stadt veranlasst und gesteuert. Täglich werden Schäden gemeldet. Glasbruch als Folge von Sachbeschädigung kostet die Stadt einige zehntausend Euro im Jahr. „Mehrere Tausend Rechnungen pro Jahr müssen wir kontrollieren“, so Bernd Frenger. Ale Aufträge ab 5000 Euro müssen ausgeschrieben werden. Das heißt viel Schreibtischarbeit. Doch 60 Prozent ihrer Arbeitszeit verbringen die beiden im Außendienst auf den Baustellen. Schulferien werden für Reparaturen und Sanierungen genutzt. Abgesehen von Neubauten sind die beiden für die Bauunterhaltung und die Bauleitung verantwortlich. In der vergangenen Woche war Bernd Frenger häufig in der Hofgartenschule. Dort wurden vier Klassenräume neu gestrichen, im Werkraum neue Fliesen gelegt. „Die größte Herausforderung in den vergangenen Jahren war die Generalsanierung der Dr. Martin-Luther-King-Schule. Die ist gut gelungen“, ist auch Bauleiter Frenger stolz, dass die 1,5 Millionen Euro gut investiert sind. Der Kampf um jeden Euro ist bei der Haushaltslage mühsam. Die reine Bestandserhaltung kostet die Stadt in diesem Jahr rund 700.000 Euro. In die Wertverbesserung (beispielsweise ein neues Dach für die Dr.-Martin-Luther-King-Schule) werden über den Vermögenshaushalt weitere 500.000 Euro investiert.

Seit 1991 arbeitet Frenger bei der Bauverwaltung. Der gelernte Maurer und Techniker hat eine Ingenieursstelle. Seit einem Jahr ist er auch der Energiebeauftragte der Stadtverwaltung. Die zum Teil sehr alten Gebäude setzen dem Bemühen nach sparsamem und umweltfreundlichem Energieverbrauch enge Grenzen. „Der Denkmalschutz lässt Veränderungen der Fassaden durch eine bessere Wärmedämmung nicht zu.“ Immerhin wurden in den vergangenen fünf Jahren die Heizungen modernisiert. Demnächst bekommt Stadtförster Ralph Barme eine Heizung, die mit Holz befeuert wird. In den kommenden Jahren will die Verwaltung zunehmend Photovoltaikanlagen auf Schuldächern installieren lassen. Was Frenger immer wieder ärgert ist der achtlose Umgang mit der teuren Energie. „Da werden trotz vielfacher Appelle Türen und Fenster offen gelassen, oder es wird vergessen, das Licht auszumachen“.

Der Ärger des Alltags verfliegt bei dem 45-Jährigen, wenn er einen seiner Oldtimer aus der Garage seines Hauses in Bad Sobernheim holt. Im Beiwagen seiner Motorräder, beispielsweise der NSU Max (Baujahr 54), sitzt meist sein treuer Gefährte mit dickem Fell und vier kräftigen Beinen. Balu, der belgische Hütehund, begleitet ihn bei allen Urlaubsreisen. „Wir waren schon in ganz Europa. Nur in Norwegen und England nicht.“ Denn dort darf Balu als Hund nicht mit. Und eine Reise ohne Balu, das kommt für Bernd Frenger nicht in Frage.

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