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Mit ihrem Arbeitsplatz im Schloßparkmuseum erfüllte sich für Heidrun Schlenger ein Wunsch aus der Kindheit. Als Schülerin stand die heute 55-jährige Mutter von drei Kindern und junge Großmutter von drei Enkeln vor verschlossen Türen. In der Magister-Faust-Gasse aufgewachsen, führte der Weg häufig bis zum Tor am Schlosspark. „Da wollte ich unbedingt rein“. Doch damals wurde das ehemalige Herrschaftshaus der reichen Industriellenfamilie Puricelli noch privat genutzt. Erst seit 1986 dient es als Museum. Waren die Besuche dort zunächst sporadisch, fühlt Heidrun Schlenger sich mittlerweile dort fast wie zu Hause. Im November 1999 begann sie zunächst als Aushilfe. Seit dem Jahr 2000 gehört sie fest zum Team und sitzt an der Kasse. Dort gibt sie nicht nur die Eintrittskarten aus und verkauft Broschüren und Bücher. Sie ist auch eine Informationsquelle und beantwortet am Telefon viele Anfragen zu Öffnungszeiten, Preisen, Sonderausstellungen und weiteren Angeboten wie Museumspädagogik für Kinder, Workshops für Erwachsene und Museumsfest. „Viele Interessenten werden übers Internet auf unsere drei Museen aufmerksam.“ Dazu gehören neben der Römerhalle auch seit April 2005 das Museum für Puppentheaterkultur, PuK genannt. Ob Sportvereine, Seniorenstifte, Wandergruppen Betriebsausflügler, Behindertenorganisationen etc.. Aus ganz Deutschland werden für einen Ausflug nach Bad Kreuznach. Museumsführungen gebucht. Im vergangenen Jahr besuchten 124 Gruppen das Schloßparkmuseum und die Römerhalle. Auch bei den Schulen in Bad Kreuznach und Umgebung sind beide Häuser sehr gefragt. So etwa bei Lateinklassen, die mehr über die alte Römerzeit in Cruciniacum wissen wollen. Das Schloßparkmuseum beherbergt die prähistorischen und die stadt- sowie kunstgeschichtlichen Sammlungen.
„Seit ich im Museum arbeite, hat sich mein Wissen über die Heimat nicht nur erweitert. Auch der Bezug zur Stadtgeschichte ist viel intensiver geworden“. Als gebürtige Kreuznacherin gefallen ihr die alten Stadt-Ansichten, gemalt von Bechter, Kastenholz und Danz ganz besonders. Ihre Bewunderung gehört auch den Cauer-Skulpturen. Heidrun Schlenger hat in den vergangenen Jahren den Ehrgeiz entwickelt, die Museumsbesucher optimal zu informieren. Dazu gehören auch Brautpaare, die sich im ehemaligen Jagdzimmer der Puricellis das Jawort geben und gerne wieder an diesen schönen Ort zurückkehren. Im vergangenen Jahr heirateten 132 Paare im Schloßparkmuseum standesamtlich. Die Gesamtzahl der Besucherinnen und Besucher ist im Vergleich zu 2005 um 2344 auf 13569 gestiegen.
In ihrer Freizeit liest die gelernte Einzelhandelskauffrau nicht nur gerne, sondern treibt auch viel Sport: Gymnastik, Schwimmen und Nordic-Walking. Dafür hat sie im Salinental, das quasi vor ihrer Haustüre in der Weyerstraße liegt, optimale Bedingungen. |